Stormurhof2
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Bei strahlendem Sonnenwetter hieß es zum zweiten Mal in diesem Jahr „Lehrgang bei Andreas Windsio“ Unter dem Aspekt der Turniervorbereitung trafen wir uns dieses Mal auf dem Stormurhof. Da sich die Teilnehmer größtenteils schon kannten war die Stimmung gleich locker und fröhlich. Die gute Atmosphäre übertrug sich wohl auch auf die Pferde, denn die liefen brav und fleißig drauflos. Wie immer stand uns Andreas mit Rat und Tat zur Seite. Wenn es mal zum besseren Verständnis diente, stieg er auch selber in den Sattel, aber vor allem hatte wieder ein offenes Ohr für die großen und kleinen Probleme und mehr als einen Lösungsvorschlag parat.

In der ersten Einheit wurden wieder Videos von den einzelnen Reitern gemacht, die wir nach dem leckeren Mittagsgrillen zusammen anschauten und analysierten. Dann ging es wieder an die Arbeit und die Tipps und Ratschläge, die man gerade bekommen hatte, galt es nun in der Praxis umzusetzen. Fazit des Samstags waren müde, aber zufriedene Gesichter, auf denen sich hier und dort leichte Vorboten eines Sonnenbrandes zeigten.

Am Sonntag erschienen wir hochmotiviert zur Fortsetzung, auch wenn hier und da der Muskelkater zwickte und das warme Wetter einen eher in den Liegestuhl als den Sattel lockte.

Trotzdem gingen alle noch mal mit einer guten Portion Elan an die Arbeit und es ging an die Feinarbeiten. Mittags gab es dann noch mal gutes Gegrilltes und leckere Salate zur Stärkung, dann folgte eine gute Theorieeinheit, die sich mit der korrekten Aufgabenerfüllung in einer Geschicklichkeitsprüfung befasste. Am Nachmittag ging es dann in die reiterliche Schlussphase des Lehrganges.

Ich denke, dieser Lehrgang war wie seine Vorgänger ein voller Erfolg. Andreas hat wieder einmal sein Einfühlungsvermögen bewiesen und seine Fähigkeit jeden Reiter und jedes Pferd wirklich da abzuholen, wo sie gerade stehen. Er kann motivieren und fordern, spart nicht mit Lob und kann Kritik sehr konstruktiv anbringen.  Ich glaube, wenn er dieses Mal wieder Feedback Zettel mitgebracht hätte, dass es keinen unzufriedenen Teilnehmer gegeben hätte.

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Für mich persönlich war dieser Lehrgang eine weitere Steigerung meiner und vor allem Lissys Leistung. War ich nach der ersten Einheit noch der Meinung, wir hätten uns in den drei Wochen nicht besonders weiter entwickelt, so belehrte mich das Video  eines Besseren. Zu meiner großen und besonders freudigen Überraschung sah ich mein Pferd in toller Haltung und mit für seine Verhältnisse viel Aktion über die Ovalbahn tölten. Klarer Viertakt, eine starke Hinterhand und eine freie Schulter zeigten, dass wir doch mehr geschafft hatten, als gedacht. Wie immer voller Selbstzweifel brauchte ich genau diese Bilder um es wirklich glauben zu können. Viele hatten mir schon im Vorfeld gesagt, dass Lissy super schön gelaufen sei, aber ich bin da ja immer skeptisch.

Was mir vor allen gut gefallen hat ist, dass ich es geschafft habe, meine Haltungsfehler wegzuarbeiten, nur die Hand kommt leider immer noch gern zu hoch. Aber wer ist schon perfekt?

Ich freue mich total aufs Turnier, nicht, weil ich mit großen Erfolgen rechne, sondern um einfach dabei zu sein und zu wissen…wir sind gut! Sehr gut sogar…für unsere Verhältnisse.

Lissy hat sich verwandelt, er ist wie eine Raupe, die sich immer wieder verpuppt, um als noch schönerer Schmetterling wieder hervorzukommen. Ein blöder Vergleich, aber mir fällt gerade nichts Besseres ein. Als ich ihn kaufte, da war es ein fettes, ungerittenes Pony, ohne Kondition. Behindert durch sein Gewicht und einige Gebäudemängel konnte er nichts von dem zeigen, was in ihm schlummerte. Heute, fast zweieinhalb Jahre später ist er ein kräftiges, gut bemuskeltes Pferdchen, dass Spaß an der Arbeit hat und sich ständig weiter entwickelt und gern läuft. Wir haben uns den Tölt erarbeitet, unermüdlich gymnastiziert, wir hatten unsere Reibereien und unsere Sternstunden. Oft war ich am Rande der Verzweiflung, einige Male sogar am Boden der Tatsachen, aber immer wieder haben wir uns zusammen gerauft und sind unseren Weg weiter gegangen. Und eins weiß ich ganz sicher…am Ende angekommen sind wir noch lange nicht…

                                                                                Petra Hilbrecht